Schnelle und einfache Hilfe für Hummeln

© Martina Mau
© Martina Mau

Hummeln benötigen Nahrung mindestens von März bis Oktober!

In Jahren mit einem milden Winter können Hummelköniginnen allerdings schon im Februar ihre Überwinterungshöhle verlassen. Gerade dann benötigen sie dringend unsere Hilfe, weil oftmals noch nicht genügend Wildkräuter oder Bäume blühen.

Was wir tun können:

  • Pflanzen auf den Balkon oder in den Garten stellen oder einpflanzen
  • Hummeln mögen besonders gern lila Blüten
  • Bitte nur ungefüllte Blüten kaufen, da gefüllte Blüten oft keinen Pollen mehr haben
  • Mehrere Exemplare einer Pflanzenart kaufen
  • Bitte kein Gift und keinen Laubsauger verwenden
  • Blühzeiten beachten, um während der gesamten Flugsaison Nahrung anbieten zu können
  • März/April: Hornveilchen, Glockenblume, Schopf-Lavendel, Krokus, Lerchensporn, Lungenkraut, Taubnesseln, Akelei, Primel, Christrose, Beinwell, Günsel, Bärlauch, Gundermann, Schnittlauch, Azalee, Stiefmütterchen
  • Mai/Juni: Katzenminze, Wiesensalbei, Azalee, Mädchenauge, Fuchsie, Storchschnabel, Erdbeere, Mauerpfeffer, Fingerhut, Büschelschön, Löwenzahn, Zwergmispel, Klatschmohn, Kornblume
  • Juli/August: Lavendel, Malve, Rose, Stein- und Hornklee, Natternkopf, Eisenhut, Dost, Fetthenne, Cosmea, Kugeldistel, Rot- und Weißklee, Ysop, Ziest, Wicke, Weidenröschen, Rittersporn, Sonnenblume
  • September/Oktober: erneut Hornveilchen, Primel und Christrose und zusätzlich Astern, Flockenblume, Schwarznessel, Bunte Kronwicke, Senf, Herzgespann, Hohlzahn, Springkraut, Dahlie

Erste Hilfe für ausgehungerte Hummeln:

Wer mehr Zeit und Platz hat...

  • Mehrjährige Blumenwiesen anlegen (gute Bienenweidemischungen), aber auch einjährige Wiesen sind besser als gar nichts
  • Wiese seltener und gestaffelt mähen, damit Wildkräuter zur Blüte gelangen
  • Sträucher und Bäume pflanzen: Weide, Haselnuss, Ahorn, Weigelie, Rhododendron, Linde, Spierstrauch, Obstgehölze (z.B. Stachelbeere, Kirsche, Apfel, Brombeere, Johannisbeere, Himbeere, Pflaume)
  • Gras- und Moospolster und Maulwurfshügel stehen lassen, da sie als Nistplätze genutzt werden können
  • Hummeln nisten auch gern in verlassenen Mäuse- oder Vogelnestern. Es wäre super, wenn Sie im Garten entsprechende Kleinstrukturen sowie Stein-, Holz- und Sandhaufen schaffen könnten.

Die einzelnen Hummelarten bevorzugen unterschiedliche Trachtpflanzen.

Manche Hummelarten haben ein großes Trachtpflanzenspektrum, z.B. die Steinhummel. Sie sammelt an vielen verschiedenen Pflanzenarten Pollen und Nektar. Die Wiesenhummel dagegen nutzt deutlich weniger Pflanzenarten. Sie fliegt auch nur in einem Umkreis von maximal 250 m, ausgehend vom Nest, um Nahrung zu sammeln. Für sie ist es daher besonders wichtig, dass Nist- und Nahrungsressourcen nah beieinander liegen. Gern schreibe ich Ihnen die speziellen Trachtpflanzen für die jeweilige Hummelart.